Fakultät
Fakultät für Psychologie
Dauer / ECTS
3 Trimester (1 Jahr) 45 ECTS
Akademischer Grad
Diploma of Advanced Studies (DAS) Wissenschaftskommunikation
Niveau der Qualifikation
Postgraduale Weiterbildung (NQR-Qualifikationsniveau 6+)
Curriculum
Informationen zum Curriculum
Studienart
Universitätslehrgang nach § 10a PrivHG
Organisationsform
berufsbegleitend
Unterrichtssprache
Deutsch
Ort der Durchführung
Berlin

Wissenschaftskommunikation ermöglicht den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Medien und trägt maßgeblich zur Sichtbarkeit, Legitimation und Wirkung von Wissenschaft bei – innerhalb der wissenschaftlichen Fachgemeinschaft und darüber hinaus.

Der Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation an der SFU Berlin bietet eine einjährige, praxisintegrierte Weiterbildung mit interdisziplinärem Profil. Vermittelt werden Kompetenzen, mit denen wissenschaftliche Themen recherchiert, medial aufbereitet und professionell publiziert werden können – für unterschiedlichste Zielgruppen und Formate: Gesellschaft, Forschung, Wissenschaftsjournalismus, Bildung, Politik oder Public Engagement.

Zulassungsvoraussetzungen

Der Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation an der SFU Berlin richtet sich an alle, die sich professionell mit Wissenschaftskommunikation beschäftigen möchten – ob als Einstieg in ein neues Arbeitsfeld oder zur Weiterqualifizierung in einer bestehenden Tätigkeit in der Wissenschaftskommunikation.

Für die Aufnahme zum Studium benötigen Bewerber*innen:

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B. B.A., B.Sc., M.A., M.Sc.) in einem für die Wissenschaftskommunikation relevanten Fachbereich,
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender Weiterqualifikation (Niveau 6 DQR, bzw. NQR) und mindestens drei Jahren einschlägiger Berufserfahrung,
  • einen Nachweis einer bereits vorhandenen mehrjährigen praktischen Tätigkeit in der Wissenschaftskommunikation (mindestens fünf Jahre Berufspraxis).

Entscheidend für die Studienzulassung ist ein erkennbares Interesse an Wissenschaftskommunikation – sei es aus journalistischer, wissenschaftlicher, gestalterischer oder bildungsorientierter Perspektive.

Die Studiengangsleitung, Prof. Dr. Detlef Gwosc, prüft die Eignung im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens.

Aufnahmeverfahren

Das Aufnahmeverfahren für den Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation erfolgt in drei Schritten:

Bewerbung
Interessierte schicken bitte eine E-Mail an: wissenschaftskommunikation@sfu-berlin.de
Für die Bewerbung erforderlich sind folgende Unterlagen:

  • formloses Anschreiben,
  • tabellarischer Lebenslauf,
  • Nachweis über den Studienabschluss und/oder über eine abgeschlossene Berufsausbildung mit relevanter Berufspraxis
  • aussagekräftiges Motivationsschreiben mit Ihrem persönlichen Interesse, Ihren Zielen und Erwartungen an das Studium, 1-2 Seiten),
  • Kopie Personalausweis oder Reisepass,
  • Nachweis über die Krankenversicherung.

Persönliches Aufnahmegespräch
Nach Prüfung der formalen Unterlagen lädt die Studiengangsleitung zu einem persönlichen Gespräch ein. Im Aufnahmegespräch werden Eignung, Motivation und beruflichen Hintergründe der Bewerber*innen besprochen und offene Fragen geklärt.

Zulassung
Die Entscheidung über die Aufnahme basiert auf der fachlichen Qualifikation, dem Motivationsschreiben und dem Aufnahmegespräch. Die Bewerber:innen werden im Anschluss schriftlich über das Ergebnis informiert.

Bei Fragen zum Bewerbungsprozess:
Sassan Yassini Dipl. (Studiengangskoordination):
Tel.: +49(0)30 695 797 28 10
sassan.yassini@sfu-berlin.de

Studienaufbau und Inhalte

Der Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation ist als berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm konzipiert und gliedert sich in drei Trimester innerhalb eines Studienjahres (entspricht dem Zeitraum von einem Kalenderjahr).

Das Studienprogramm umfasst 45 ECTS und schließt mit dem Diploma of Advanced Studies (DAS) ab. Die Studienleistung setzt sich aus Präsenzzeiten, Selbststudienphasen sowie betreuten Praxisanteilen zusammen.

  1. Trimester: 1. April – 15. Juli
  2. Trimester: 1. Sept. – 15. Dez.
  3. Trimester: 1. Jan. – 31. März

Zu Beginn ist eine Einführungswoche geplant. Die Lehrveranstaltungen (LV) finden in der Regel in der Regel Donnerstag und Freitag statt (Exkursionstermine, Praxisanteile und Gastvorträge können ggf. auch an einem anderen Wochentag stattfinden).

Inhalte und Modulstruktur
Das Curriculum ist interdisziplinär angelegt und gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Modulfelder mit klaren thematischen Schwerpunkten (siehe auch Modulhandbuch):

Modulfeld 1: Allgemeine Grundlagen (10 ECTS)
Einführung in die Wissenschaftskommunikation, wissenschaftstheoretische und medienrechtliche Grundlagen, Kommunikationstheorie und das deutsche Mediensystem.

Modulfeld 2: Handlungskompetenzen (12 ECTS)
Praktisches Handwerkszeug für die Wissenschaftskommunikation: Recherche, journalistisches Schreiben, Moderation, Mediengestaltung und Publikationsprozesse.

Modulfeld 3: Schlüsselqualifikationen (10 ECTS)
Zielgruppengerechte Ansprache, digitale Formate, ethische Fragen, Künstliche Intelligenz, Öffentlichkeitsarbeit – hier werden übergreifende Kompetenzen gestärkt.

Modulfeld 4: Praxis (13 ECTS)
Exkursionen, Praxisprojekte, Supervision und eine abschließende Defensio bilden den anwendungsorientierten Kern des Studiums. Die Studierenden realisieren eigene Projekte oder absolvieren ein externes Praktikum bei einem Ausbildungspartner.

Qualifikationsprofil und Kompetenzen

Der Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation qualifiziert für die professionelle Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Im Verlauf des Studiums erwerben die Teilnehmer*innen – unter Anleitung spezialisierter Lehrender – fundierte Kenntnisse über wissenschaftliche Methoden, Prozesse und Inhalte sowie die Fähigkeit, diese mediengerecht aufzubereiten und verständlich zu vermitteln.

Im Mittelpunkt stehen folgende Kompetenzfelder:

  • Publizistische und methodische Fähigkeiten: Wissenschaftliche Inhalte recherchieren, strukturieren und verständlich aufbereiten – in Text, Bild und Ton, für Print, Online und audiovisuelle Medien.
  • Zielgruppenorientierte Kommunikation: Inhalte adressatengerecht für Öffentlichkeit, Politik, Medien und wissenschaftliche Fachkreise aufbereiten und vermitteln.
  • Projekt- und Teamarbeit: Kommunikationsprojekte im Bereich Wissenschaft planen, koordinieren und reflektieren – auch im interdisziplinären Umfeld.
  • Ethische Verantwortung und Diversität: Die gesellschaftliche Bedeutung wissenschaftlicher Kommunikation kritisch reflektieren – im Bewusstsein für publizistische Verantwortung, Pluralität und Teilhabe.
  • Digitale und kreative Kompetenz: Digitale Formate und Plattformen effektiv und kreativ einsetzen – von Social Media bis interaktiven Online-Formaten.

Der Abschluss eröffnet berufliche Perspektiven im Wissenschaftsjournalismus, in der Öffentlichkeitsarbeit von Forschungseinrichtungen, in Wissenschafts-PR, Politikberatung, Bildungsarbeit, Unternehmenskommunikation oder im Projektmanagement im Forschungsumfeld.

Anschlussfähigkeit

Der Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation schließt mit einem Diploma of Advanced Studies (DAS) ab. Dieses kann – in Kombination mit einem weiteren Bildungsprogramm im Umfang von 45 ECTS sowie einer wissenschaftlichen Masterarbeit im Gesamtumfang von 30 ECTS – zu einem Master of Arts (Continuing Education) / MA (CE) ausgebaut werden. Bitte beachten Sie, dass die konkreten Anforderungen und Anerkennungen je nach Hochschule variieren können. Wir empfehlen daher, sich bei der jeweiligen Bildungseinrichtung über spezifische Anschlussmöglichkeiten und Voraussetzungen zu informieren.

Berufsfelder und Karrieremöglichkeiten

In einer zunehmend wissensbasierten Gesellschaft wächst der Bedarf an professioneller Wissenschaftskommunikation stetig – als unverzichtbares Berufsfeld mit Zukunft.

Wissenschaftskommunikation ist ein dynamisches Berufsfeld an der Schnittstelle von Forschung, Medien und Gesellschaft.

Der Universitätslehrgang befähigt zu anspruchsvollen Kommunikationsaufgaben in wissenschaftlichen Einrichtungen, Redaktionen, Unternehmen, Museen, Stiftungen, NGOs und der Bildungsarbeit. Absolvent*innen entwickeln und realisieren Formate bereits während des Studiums, um wissenschaftliche Themen verständlich, mediengerecht und zielgruppenorientiert aufzubereiten. Sie gestalten Kommunikationsstrategien zu Wissenschaftsthemen, moderieren Veranstaltungen, beraten in strategischen Fragen und begleiten gesellschaftliche Diskurse über Wissenschaft und Innovation.

Typische Berufsfelder der Wissenschaftskommunikation sind u. a.:

  • Wissenschaftsjournalismus und Redaktion (Print, Online, Hörfunk, TV)
  • Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit für Hochschulen, Forschungsinstitute und Projekte
  • Strategische Wissenschafts-PR und Wissenschaftsmarketing (z. B. in Unternehmen, Stiftungen,
    Forschungsförderung)
  • Digitale Formate: Social Media, Podcasting, Videoformate und interaktive
    Wissenschaftsplattformen
  • Kommunikationsberatung für Politik, Bildungseinrichtungen, gemeinnützige Organisationen und
    Museen

Studiengebühren

Die Studiengebühren für den Universitätslehrgang Wissenschaftskommunikation betragen 2.489 € pro Trimester, bzw. 7.459 € für den gesamten ULG.
Darin enthalten sind alle regulären Lehrveranstaltungen, Supervisionsangebote, Prüfungsleistungen, Exkursionen sowie der Zugang zu den universitätsinternen Ressourcen (z. B. Online-Plattformen, Bibliotheken, Veranstaltungen).

Jedes Semester ist zusätzlich zur Studiengebühr der verpflichtende ÖH-Beitrag (Österreichischen Hochschüler_innenschaft) für die Vertretung der Studierendenschaft zu entrichten. Mehr Informationen zum aktuellen Beitragssatz und wofür dieser verwendet wird finden Sie hier: https://www.oeh.ac.at/service/oeh-beitrag/

Die Studiengebühren können steuerlich als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden, wenn ein beruflicher Zusammenhang besteht. Für Selbstständige gelten sie in der Regel als betriebsausgabenfähig. Eine Beratung durch ein*e Steuerberater*in wird empfohlen.

Mögliche Förderprogramme:

  • Bildungsprämie/Bildungsscheck (je nach Bundesland)
  • Aufstiegs-BAföG (eher für qualifizierte Aufstiegsweiterbildungen – Einzelfallprüfung erforderlich)
  • Stipendienprogramme von Stiftungen oder Begabtenförderwerken
  • Förderprogramme der Agentur für Arbeit oder Jobcenter (z. B. im Rahmen der beruflichen Neuorientierung)

Eine Übersicht aktueller Förderprogramme bietet z. B. die Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: www.foerderdatenbank.de

Beispiele Wissenschaftskommunikation

Termine

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Kontakt

Sassan Yassini Dipl. (Studiengangskoordination)
Tel.: +49(0)30 695 797 28 10
sassan.yassini@sfu-berlin.de